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Ein Preis mit Geschichte

True - Deutscher Kurzfilmpreis Regisseur Tom Tykwer
Vergrößerung
Foto: X-Filme
Den Deutschen Kurzfilmpreis 2004 erhielt Tom Tykwer für "True"
Im Jahr 1956 wurde der Deutsche Kurzfilmpreis zum ersten Mal verliehen. Seitdem hat er sich zu einem wichtigen Experimentierfeld und Sprungbrett für junge Filmemacher entwickelt.
Auf der langen Liste der Preisträgerinnen und Preisträger finden sich zahlreiche Regisseure wie etwa Wim Wenders, Werner Herzog und Tom Tykwer, die Filmgeschichte geschrieben haben.
 
Viele der ausgezeichneten Filme spiegeln das Lebensgefühl der Zeit wider, in der sie entstanden sind. Als Edgar Reitz und Peter Schamoni zum Beispiel 1963 die Preise für ihre Kurzfilme "Geschwindigkeit" und "Die Teutonen kommen" entgegennahmen, geschah dies in einer Phase des Umbruchs. Beide Regisseure hatten zuvor die Abkehr vom bisherigen Filmschaffen in Deutschland gefordert.
 

Experimentierfeld für junge Filmemacher

 
Balance von Wolfgang und Christoph Lauenstein - Bundeskurzfilmpreis in Silber 1989Foto: Wolfgang und Christoph Lauenstein Vergrößerung "Balance" wurde 1989 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnetTrotz seiner mehr als 50 Jahre ist der Deutsche Kurzfilmpreis ein junggebliebener Preis. Immer wieder wird er an Studierende der Filmhochschulen oder Nachwuchsfilmemacher verliehen. Unter den ausgezeichneten Filmen finden sich daher oft ausgefallene und mit minimalem Aufwand produzierte Werke.
 
Ein auch international erfolgreiches Beispiel war etwa der Film "Balance" von Christoph und Wolfgang Lauenstein, der 1989 den Oscar in der Kategorie bester animierter Kurzfilm gewann. Der Film zeigt eine Gruppe von Gestalten, die eine frei schwebende Platte im Gleichgewicht halten müssen und besticht durch seine surreale Atmosphäre.
 

Mehr Nominierungen und Preise

 
In Anerkennung der Bedeutung des Genres Kurzfilm hat die Bundesregierung die Förderung in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Im Jahr 2002 wurden für den Deutschen Kurzfilmpreis Preiskategorien für Spielfilme, Animations- und Dokumentarfilme eingeführt und die Zahl der Nominierungen und der Filmpreise in Gold erhöht.