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Deutscher Kurzfilmpreis 2015

Zwölf Kurzfilme nominiert

Aus 227 wettbewerbsfähigen Filmvorschlägen sind von den Jurys Deutscher Kurzfilmpreis insgesamt 12 Filme nominiet worden. Wer von ihnen den Deutschen Kurzfilmpreis 2015 bekommt, wird Kulturstaatsministerin Grütters am 29. Oktober bekannt geben.

Ein kleiner Zuschauerraum im Programmkino 'Palatin', aufgenommen am 04.04.2013 in Mainz (Rheinland-Pfalz). "Kleine" Filme - großes Kino Foto: picture alliance / dpa

Mit der Nominierung ist eine Prämie von 15.000 Euro verbunden, die auf den Filmpreis in Gold angerechnet wird. Die Kurzfilmpreise in Gold sind mit jeweils bis zu 30.000 Euro dotiert.  

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2015 sind folgende Filme nominiert:

Spielfilme von mehr als 7 bis 30 Minuten Laufzeit

Das satanische Dickicht - Zwei

Hersteller: Willy Hans, Hamburg
Regie und Drehbuch: Willy Hans
Laufzeit: 30 Minuten

Anna melkt Kühe, Jakob kifft, Berni baut ein Fernrohr und Ulrike hat Geburtstag. Soweit ist alles gut auf Ottos Bauernhof. Als Ulrikes Kaffeetasse zerbricht, geht ein Riss durch die Gemeinschaft. Eines jedenfalls ist klar: Jeder ist sich manchmal selbst der Nächste.

Famulus

Hersteller: Almuth Anders, Hamburg
Regie und Drehbuch: Almuth Anders
Laufzeit: 25 Minuten

Ein Versprechen, einst gegeben und eine Vision von Gemeinschaft, einst gelebt, sind hinfällig geworden. Ein Familienkonstrukt ist im Begriff, sich aufzulösen: zwei Töchter, eine Mutter, ein Vater und ein Freund der Familie - eine alte Idee, die gescheitert ist. Ein Zuhause wird zum Ort der Vergangenheit.

Nomaden

Hersteller: Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf", Potsdam
Regie und Drehbuch: Viktor Brim                           
Laufzeit: 30 Minuten

Ein Moment aus der Reise eines Paares. Stets dem Zufall überlassen, stranden sie an einem Autobahnkreuz ohne Aussicht auf Fortkommen. Auf der Suche nach einem Zeltplatz begeben sie sich an einen entlegenen Punkt der Peripherie. Mit Einbrechen der Dunkelheit verwandelt sich der Ort in einen obskuren Beobachter, der Einfluss auf Gemütszustand und Stimmung der beiden ausübt.

On Air

Hersteller: Robert Nacken, Köln
Regie: Robert Nacken
Drehbuch: Robert Nacken und Christos Dassios
Laufzeit: 21 Minuten

Zwei Lebenskünstler kapern eine Live-Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, um ihre politische Meinung kund zu tun. Ihr Versuch, die Welt zu verbessern, entwickelt dabei allerdings eine unerwartete Eigendynamik. So hatte man sich die Revolution nicht vorgestellt…

Spielt keine Rolle

Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Regie und Drehbuch: Annika Pinske
Laufzeit: 27 Minuten

Hans ist tot. Conny muss nun allein für ihre Tochter Leo sorgen, die nach der Trennung der Eltern die meiste Zeit bei ihrem Vater lebte. Konfrontiert mit den neuen Umständen versucht Conny, sowohl ihren beruflichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Tochter gerecht zu werden. Beide finden ihren Weg zu einer ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung.

The house in the envelope

Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Regie: Sanela Salketic
Drehbuch: Sanela Salketic und Demet Gül
Laufzeit: 16 Minuten

Layla, eine junge in Berlin lebende Türkin, entscheidet sich nach dem Tod des Vaters, zu den Großeltern nach Istanbul zu reisen. Sie will Antworten finden auf Fragen, die ihr Vater schon vor 30 Jahren gestellt und nicht gefunden hat.

Animationsfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten

AlieNation

Hersteller: Laura Lehmus, Berlin
Regie: Laura Lehmus
Drehbuch: Laura Lehmus, Dirk Böll
Laufzeit: 6 Minuten

Stimmungsschwankungen, Pickel und erste Barthaare sind nur einige Anzeichen der Pubertät, die aus Kindern sich selbst und anderen gegenüber scheinbar fremde Lebewesen macht. Mit der Visualisierung der Teenager als skurrile Aliens werden hier Selbst- und manchmal auch Fremdwahrnehmung in einer schwierigen Lebensphase widergespiegelt.

Roadtrip

Hersteller: Kunsthochschule Berlin Weißensee
Regie: Xaver Xylophon
Drehbuch: Xaver Xylophon, Ariana Berndl
Laufzeit: 22 Minuten

Julius ist schlaflos. Um den Kopf leer zu bekommen, beschließt er zu verreisen, doch irgendwie kommt er nicht vom Fleck. Eine gezeichnete Alltagsgeschichte über das Scheitern, Schlaflosigkeit, ein rotes Motorrad, schöne Barmädchen, die Tristesse Berlins und wasserdichte Socken.

Experimentalfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten

Der beste Weg

Hersteller: Kunsthochschule für Medien Köln
Regie, Drehbuch: Angelika Herta
Laufzeit: 9 Minuten

Was nervt Blinde an den Sehenden? Erzählt wird von einer blinden Frau, die einkaufen geht und dabei immer wieder auf unliebsame Hindernisse stößt. Ihre Geschichte wird in Form eines Beschwerdebriefes von der Computerstimme Steffi vorgelesen. Sie setzt sich aus einer Vielzahl von Alltagsanekdoten blinder Menschen zusammen.

Freedom & Independence

Hersteller: Bjørn Melhus, Berlin
Regie, Drehbuch: Bjørn Melhus
Laufzeit: 15 Minuten

Basierend auf den Thesen der Schriftstellerin und selbsternannten Philosophin des Objektivismus, Ayn Rand, sowie religiösen Motiven des US-amerikanischen Mainstream-Kinos setzt sich der Film mit einem globalen, ideologischen Paradigmenwechsel hin zu einem religiös geprägten Kapitalismus auseinander.

Dokumentarfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten

Hinter dem Wald

Hersteller: Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann, Halle
Regie, Drehbuch: Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann
Laufzeit: 10 Minuten

In Interviews mit den Bewohnern einer Schrebergarten-Kolonie in Sachsen-Anhalt, über Gerüchte und Halbwissen, nähern sich die Filmemacher dem Wald, der die Kolonie umgibt, und einer scheinbar dahinter liegenden mysteriösen Stadt.

Das offenbare Geheimnis

Hersteller: Eva Könnemann, Berlin
Regie, Drehbuch: Eva Könnemann
Laufzeit: 29 Minuten

Bei einer Recherche über Ortswappen stößt die Regisseurin zufällig auf die kleine Gemeinde Emmelsum in Nordrhein-Westfalen. Auf der Website des Ortes heißt es schlicht: "Über Emmelsum lässt sich nicht allzu viel sagen." Mit ihrem Film versucht sie den Ort zu porträtieren.