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Gold für den Deutschen Kurzfilm

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat in Köln den Deutschen Kurzfilmpreis 2008 verliehen. Der Preis ist vor allem für junge Filmemacherinnen und Filmemacher eine wichtige Auszeichnung.

Filmschaffende aus ganz Deutschland kamen zur Preisverleihung nach Köln. Durch den Abend im "Theater am Tanzbrunnnen" führte der Moderator und Schauspieler Dieter Moor.

Vergeben wurden Preise in vier Kategorien: für Spielfilme bis 7 Minuten und von 7 bis 30 Minuten Laufzeit sowie für Animations-/Experimentalfilme und Dokumentarfilme bis 30 Minuten Länge. Kulturstaatsminister Bernd Neumann verlieh außerdem einen Sonderpreis für einen Film von mehr als 30 bis 78 Minuten Laufzeit.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Das Mädchen mit den gelben Strümpfen

Der Deutsche Kurzfilmpreis in Gold für einen Spielfilm mit einer Laufzeit bis sieben Minuten ging an Grzegorz Muskala für "Das Mädchen mit den gelben Strümpfen" (Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin in Koproduktion mit ARTE). Der Film besticht - so die Jury - "durch seine Auslassungen, den reduzierten Dialog, die gekonnte Kameraführung, vor allem aber durch den Rhythmus der Erzählung."

Der Verdacht

In der Kategorie "Spielfilme mit einer Laufzeit von 7 bis 30 Minuten" wurde Felix Hassenfratz Kurzfilm "Der Verdacht" ausgezeichnet (Hersteller: ifs internationale filmschule köln in Koproduktion mit SWR/ARTE). "Leise und mit leichter Hand wird hier von den Qualen erzählt, die es einem bereiten kann, zu zweifeln beziehungsweise zu glauben", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Cosmic Station

Als bester Dokumentarfilm erhielt "Cosmic Station" unter der Regie von Bettina Timm die begehrte Auszeichnung (Hersteller: pelle film, München in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und der Hochschule für Fernsehen und Film München). Der Dokumentarfilm "Cosmic Station" erkundet einen Ort, den die Zeit vergessen zu haben scheint: Auf dem Berg Aragaz in Armenien steht eine riesige, halb verfallene Forschungsstation in 3500 Meter Höhe - ein Großprojekt der untergegangenen Sowjetunion.

Anhalter

Den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold für Animations-/Experimentalfilme gewann der Film "Anhalter" von Daniel Höpfner (Hersteller: Phaenomenfilm, Berlin in Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf, Potsdam). In der Begründung der Jury heißt es: "In herausragender Weise hat der Regisseur Materialität und Stofflichkeit herausgearbeitet, um die Topographie eines Ortes zu beschreiben. Diese Stofflichkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Ruinenarchitektur des Anhalterbahnhofs, sondern auch auf den Protagonisten."

Sonderpreis

Den Sonderpreis für einen Film von mehr als 30 bis 78 Minuten Länge erhielt Brigitte Maria Bertele für ihren Dokumentarfilm "Roaming around" (Hersteller: Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg). Er zeigt das Leben von Slumkindern in Accra. Aus der Begründung der Jury: " Der Dokumentarfilm "Roaming around" nähert sich diesen Kindern, die Amma Darko in ihrem Buch "Die Gesichtslosen" nennt, in einer gelungenen Mischung aus Distanz und Nähe: in literarischer Verdichtung durch die Texte der Schriftstellerin, in den Alltag auf der Straße eintauchend durch die beobachtende Kamera."

Höchst dotierter Preis für den Kurzfilm 

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2008 waren insgesamt zehn Filme nominiert. Mit der Nominierung ist eine Prämie von 15.000 Euro verbunden. Für den Filmpreis in Gold erhält der Hersteller jeweils 30.000 Euro. Allerdings wird die Nominierungsprämie auf den Filmpreis angerechnet. Außerdem muss die Prämie zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder eines Films mit künstlerischem Rang oder seiner Projektvorbereitung verwendet werden. Der Sonderpreisträger erhält eine Prämie in Höhe von 20.000 Euro.

Mittwoch, 07. September 2011