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Deutscher Kurzfilmpreis

Goldene Lolas für Filmkünstler

Vorhang auf für große Talente! Im Kölner Cinenova wurden die Deutschen Kurzfilmpreise verliehen. Sechs Filme haben die unabhängige Jury überzeugt. "Der deutsche Kurzfilm genießt international großes Renommee", lobte Kulturstaatsministerin Grütters.

v.l.n.r.: Mariola Brillowska, Florian Kunert, Günter Winands in Vertretung von Kulturstaatsministerin Grütters, Sophie Linnenbaum, Michael Fetter Nathansky, Daniel Koetter und Juliane Ebner. Überzeugten mit originellen Kurzfilmen: Die Gewinner und Gewinnerinnen des Deutschen Kurzfilmpreises 2017. Foto: Ralph Sondermann

Kurz, knackig und künstlerisch anspruchsvoll sind die sechs herausragenden Kurzfilme, die in Köln mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet wurden. Preise gab es für die Kategorien Dokumentar-, Animations-, Experimental- und Spielfilm. Außerdem ging ein Sonderpreis an einen Film mittlerer Länge. Die Verleihung der sogenannten "Lolas" fand in Kooperation mit der internationalen filmschule köln (ifs) und der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) statt.

Hier der Rückblick im Film

Kunstwerke mit internationalem Ansehen

"Kurzfilme sind thematisch oft originell, künstlerisch bisweilen radikal und filmisch häufig innovativ. Sie zeichnen sich durch eine eigene Dramaturgie und Atmosphäre aus, die aus der erzählerischen, ästhetischen wie auch der technischen Kraft dieses Mediums resultieren. Mit dem Deutschen Kurzfilmpreis wollen wir diesem künstlerisch anspruchsvollen Format die Anerkennung zukommen lassen, die es verdient", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters vorab.

Grütters weiter: "Dass neben den Gewinnerinnen und Gewinnern in den Kategorien Spielfilm und Animationsfilm nun auch der Preisträger in der Kategorie Dokumentarfilm automatisch für das Auswahlverfahren der Oscars nominiert ist, zeigt einmal mehr, dass der deutsche Kurzfilm auch international großes Renommee genießt."

Vielfalt in Form und Inhalt

Zwölf nominierte Filme gingen dieses Jahr ins Rennen um die Kurzfilmpreise. Bei allen handelt es sich um hochwertige filmische Umsetzungen künstlerischer Ideen. Deren Inhalte reichen dabei von Liebe über Flucht bis hin zu Mensch-Umwelt-Beziehungen und variieren ebenso stark wie ihre Ausdrucksformen. Allein mit einer Nominierung ist eine Prämie von 15.000 Euro verbunden. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro für den Sonderpreis. Die Nominierungsprämie wird angerechnet.

Preisträgerinnen und Preisträger

Spielfilm von mehr als 10 bis 30 Minuten: "GABI" von Michael Fetter Nathansky

Spielfilm bis 10 Minuten: "PIX" von Sophie Linnenbaum

Dokumentarfilm bis 30 Minuten: "Oh Brother Octopus" von Florian Kunert

Animationsfilm bis 30 Minuten: "Schwarze Welle" von Mariola Brillowska

Experimentalfilm bis 30 Minuten: "LANDSTRICH" von Juliane Ebner

Sonderpreis: "HASHTI Tehran" von Daniel Kötter

Nachhaltige Förderung

Den nächsten Qualitätsfilmen steht finanziell nichts mehr im Wege: Die Preisgelder sind an die Produktion weiterer künstlerischer Filme gebunden. Alle nominierten und ausgezeichneten Filme werden außerdem bei der KURZ.FILM.TOUR 2018 in kommunalen Kinos gezeigt. Vier ausgezeichnete Werke aus den Kategorien Dokumentar-, Animations- und Spielfilm qualifizieren sich für die Auswahl der entsprechenden Kurzfilmkategorien der Oscar-Preisverleihungen.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist der bedeutendste und am höchsten dotierte Preis für Kurzfilme in Deutschland. Die Prämien belaufen sich auf 275.000 Euro und stammen aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien.

Donnerstag, 23. November 2017