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Die besten Kurzfilme 2016

Freude über den Deutschen Kurzfilmpreis: In München zeichnete Kulturstaatsministerin Grütters fünf Kurzfilme mit einer Goldenen "Lola" aus. Nominiert waren 12 Filme in fünf Kategorien. Zudem gab es einen Sonderpreis.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. In München konnten sich fünf Filmteams über diese Auszeichnung freuen.

Prämiert wurden Filme in fünf Kategorien: Spielfilm bis sieben Minuten Laufzeit, Spielfilm mit einer Länge zwischen 7 und 30 Minuten, Animationsfilm, Experimentalfilm und Dokumentarfilm. Auch in diesem Jahr wurde ein Sonderpreis für einen Film mit mehr als 30 Minuten Länge vergeben.

Die Preisträger

HOMEWORK

In der Kategorie Spielfilme mit einer Laufzeit bis sieben Minuten ging der Preis in Gold an Annika Pinske. Mit HOMEWORK illustriere sie, eingebettet in ein fast rätselhaftes Setting, "eine liebevolle Vater-Tochter-Beziehung abseits des üblichen Familienklischees", fand die Jury.

"Und ich so: Äh"

In der Kategorie Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als 7 bis 30 Minuten ging die Goldene Lola an "Und ich so: Ah" von Steffen Heidenreich. Erstklassiges Schauspielerkino voll emotionaler Kraft, das Spielfreude, eine saftige Portion Gesellschaftskritik und eine unwiderstehliche Filmmusik auszeichne, so die Jury in ihrem Urteil.

Ein Aus Weg

Der Beitrag "Ein Aus Weg" von Simon Steinhorst und Hannah Stragholz gewann in der Kategorie Animationsfilm. Nachhaltig beindruckt war die Jury unter anderem vom Wechsel konkreter Beschreibungen einer Gefängnissituation und abstrakten Utopien einer gestörten Gesellschaft.

Ocean Hill Drive

Sieger in der Kategorie Experimentalfilm war "Ocean Hill Drive". Aus mysteriösen Vorfällen und Legendenbildungen ängstlicher Einwohner eines namenlosen Vororts haben Miriam Gossing und Lina Sieckmann einen wunderschönen, konzeptionell überzeugenden Film gesponnen, so die Jury.

Kaltes Tal

Für ihren Dokumentarfilm "Kaltes Tal" wurden Johannes Krell und Florian Fischer mit dem Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet. Das "dokumentarische Meisterwerk" (so die Jury) über das ambivalente Verhältnis von Mensch und Natur wirft Fragen auf, löst tiefe Assoziationen aus und schafft nachhaltige Verunsicherung.

Agnosis

Der Sonderpreis in Gold geht an Anita Müller. Mit ihrem Film "Agnosis" über die Umstände des Verschwindens eines Studenten sei ihr ein Stück "filmische Magie" gelungen, urteilte die Jury. Durch ihre Bildsprache öffne sie beim Zuschauer Räume in Gedanken und Vorstellungen.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die höchst dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Jede Nominierung wird bereits mit 15.000 Euro prämiert. Für den Kurzfilmpreis in Gold gibt es jeweils 30.000 Euro, wobei die Nominierungsprämie angerechnet wird. Der Sonderpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisgelder müssen für einen neuen Kurzfilm oder Film mit künstlerischem Rang oder seine Projektvorbereitung eingesetzt werden.