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Die besten Kurzfilme 2017

Freude über den Deutschen Kurzfilmpreis: In Köln wurden die begehrten goldenen "Lolas" vergeben. Nominiert waren 12 Filme in fünf Kategorien. Zudem gab es einen Sonderpreis.

PIX Filmstill Kurzfilmpreis Filmszene PIX Foto: Leonard Caspari

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste und am höchsten dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. In Köln konnten sich sechs Filmteams über diese Auszeichnung freuen.

Prämiert wurden Filme in fünf Kategorien: Spielfilm bis zehn Minuten Laufzeit, Spielfilm mit einer Länge zwischen 10 und 30 Minuten, Animationsfilm, Experimentalfilm und Dokumentarfilm, je bis 30 Minuten Laufzeit. Auch in diesem Jahr wurde ein Sonderpreis für einen Film mit mehr als 30 Minuten Länge vergeben.

Die Preisträger

PIX

Sophie Linnenbaum hat mit dem Spielfilm bis 10 Minuten Laufzeit "PIX" eine goldene Lola gewonnen. "Überraschend, virtuos und originell", fand die Jury Linnenbaums Inszenierung der Sehnsucht, große Augenblicke im Lebenszyklus festzuhalten. "Schnappschüsse reihen sich in perfektem Timing zum belebten Fotoalbum aneinander."

GABI

Michael Fetter Nathansky überzeugte die Jury mit "GABI" in der Kategorie Spielfilme von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten. Das "perfekt komponierte Portrait einer guten Seele, kombiniert mit fließendem Timing und stimmiger Bildgestaltung macht GABI zu einem herausragenden Beispiel aktueller deutscher Erzählkunst".

Schwarze Welle

Mariola Brillowskas "Schwarze Welle" ist der Siegerbeitrag der Kategorie Animationsfilm. Die Jury lobte die "verblüffende und nachhaltige Wirkung ihrer pointierten Bilder, mit denen sie die Probleme der europäischen Flüchtlingspolitik im Mittelmeer offenlegt." Die "Schwarze Welle" sei nicht nur ein Animationsfilm, es sei ein politisches Statement.

LANDSTRICH

In der Kategorie Experimentalfilm ging Juliane Ebner mit "LANDSTRICH" als Siegerin hervor. "Der Kurzfilm entwirft ein detailliertes Familienpanorama im Brennpunkt deutscher Geschichte, der jegliche Betroffenheit ausklammert und die Schicksale dennoch messerscharf und mit tiefem Gefühl beschreibt", begründet die Jury ihre Wahl.

Oh brother Octopus

Für "Oh brother octopus" erhielt Florian Kunert die goldene Lola in der Kategorie Dokumentarfilm. Ausschlaggebend für die Jury waren die Mischung aus subjektiver Kamera, Beobachtung und Interview, mit der der ungewöhnliche Film in das tägliche Leben indonesischer Seenomaden inmitten der parallelen Hochglanzwelt einer Großstadt entführt.

HASHTI Tehran

Für seine "außergewöhnliche Arbeit HASHTI Tehran", so die Jury, erhält Daniel Kötter den Sonderpreis. Kötter zeichne die kleinen Freiheiten und Widerstände nach, die sich an den Bruchstellen des fein ziselierten Regelwerks im Staat Iran zeigen. Eine Kartographie Teherans, wie wir es noch nicht kennen.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die höchst dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Jede Nominierung wird bereits mit 15.000 Euro prämiert. Für den Kurzfilmpreis in Gold gibt es jeweils 30.000 Euro, wobei die Nominierungsprämie angerechnet wird. Der Sonderpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisgelder müssen für einen neuen Kurzfilm oder Film mit künstlerischem Rang oder seine Projektvorbereitung eingesetzt werden.