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Filmförderung

Deutscher Kurzfilmpreis 2009

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat in Ludwigsburg den Deutschen Kurzfilmpreis 2009 verliehen. Fünf junge Filmemacherinnen und Filmemacher konnten sich über die Auszeichnung freuen.

Die Preisverleihung fand in diesem Jahr Ludwigsburg statt. Filmschaffende aus ganz Deutschland kamen zur Preisverleihung in das Film- und Medienzentrum „Reithaus“. Durch den Abend führte der Moderator und Schauspieler Dieter Moor.

Vergeben wurden Preise in vier Kategorien: für Spielfilme bis 7 Minuten und von 7 bis 30 Minuten Laufzeit, für Animations-/Experimentalfilme sowie für  Dokumentarfilme bis 30 Minuten Länge. Außerdem verlieh Kulturstaatsminister Bernd Neumann einen Sonderpreis für einen Film von mehr als 30 bis 78 Minuten Laufzeit.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Kokon

Der Deutsche Kurzfilmpreis in der Kategorie „Spielfilme mit einer Laufzeit bis 7 Minuten“ ging an "Kokon" von Till Kleinert (Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin in Koproduktion mit ARTE). In „Kokon“ werde filmisches Handwerk sehenswert unter Beweis gestellt wird, und ein zartes Erlebnis, das sich mit anderen teilen lässt. Bravo! - urteilte die Jury.

Polar

Für seinen Spielfilm „Polar“ erhielt Michael Koch die begehrte Auszeichnung in der Kategorie „Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als 7 bis 30 Minuten“ (Hersteller: Kunsthochschule für Medien Köln in Koproduktion mit Kinomaton München und Dschoint Ventschr Zürich). Er überzeugte die Jury durch die „sparsamen Dialoge“, „die subtile Schauspielführung“ und „eine insgesamt reduzierte Erzählweise“.

Please say something

Als Animationsfilm wurde "Please say something" von David O’Reilly ausgezeichnet (Hersteller: David O’Reilly Animation, Berlin). Laut Jury entfaltet die Animation trotz der reduzierten grafischen Gestaltung und Brüchen in der Erzählweise „eine emotionale Intensität und eine glaubwürdige Humanität.“

Wagah

Der Preis für den besten Dokumentarfilm mit einer Laufzeit bis 30 Minuten ging an "Wagah" von Supriyo Sen (Hersteller: Detailfilm Gasmia & Kamm GbR, Hamburg, in Koproduktion Perspective SPC, Kalkutta). Laut Jury liegt seine große Leistung darin, den politischen Konflikt zwischen Indien und Pakistan ohne große Erklärungen facettenreich darzustellen.

Die Haushaltshilfe

Anna Hoffmann (Hersteller: Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, in Koproduktion mit dem SWR) erhielt den Sonderpreis für ihren 60minütigen Dokumentarfilm „Die Haushaltshilfe“. „In der Konzentration auf das Kammerspielartige liegt die Stärke dieses unprätentiösen Dokumentarfilmes, der einen klugen Beitrag zur Demografiedebatte in Deutschland leistet“, urteilte die Jury.

Höchst dotierter Preis für den Kurzfilm 

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2009 waren insgesamt zehn Filme nominiert. Ausgewählt wurden sie von den Jurys Deutscher Kurzfilmpreis aus insgesamt 253 wettbewerbsfähigen Vorschlägen.

Mit der Nominierung ist eine Prämie von 15.000 Euro verbunden. Für den Filmpreis in Gold erhält der Hersteller jeweils 30.000 Euro. Allerdings wird die Nominierungsprämie auf den Filmpreis angerechnet. Außerdem muss die Prämie zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder eines Films mit künstlerischem Rang oder seiner Projektvorbereitung verwendet werden. Der Sonderpreisträger erhält eine Prämie in Höhe von 20.000 Euro.

Donnerstag, 29. Oktober 2009