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Deutscher Kurzfilmpreis 2016

Schillernde Welten auf kleinsten Raum

In München hat Kulturstaatsministerin Grütters den Deutschen Kurzfilmpreis verliehen. "Auf kleinstem Raum etwas von der Seele eines Menschen sichtbar zu machen", erfordere künstlerisches Talent. "Nicht umsonst gilt der Kurzfilm als eigenständige Kunstform für Könner". Auch künftig unterstützt die Regierung den Kurzfilm.

Gruppenfoto aller Preisträger mit Kulturstaatsministerin Grütters. Meisterhafte Minimalisten: Die Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2016 mit Kulturstaatsministerin Grütters. Foto: Robert Pupeter

Donnerstag Abend drehte sich in der bayerischen Landeshauptstadt alles um den Kurzfilm. In der Hochschule für Fernsehen und Film freuten sich beim Deutschen Kurzfilmpreis sechs Filmteams über eine goldene "Lola".

Avantgarde und Anspruch

In ihrer Rede würdigte Kulturstaatsministerin Grütters die "feine Filmgattung": "Seine außergewöhnlichen erzählerischen, dramaturgischen und gestalterischen Mittel machen den Kurzfilm zu einem ebenso avantgardistischen wie anspruchsvollen Filmgenre".

Der deutsche Kurzfilmpreis wird in fünf Kategorien verliehen, außerdem gibt es einen Sonderpreis. Der Kurzfilmpreis ist mit bis zu 275.000 Euro dotiert. Aus 281 Vorschlägen nominierten unabhängige Jurys insgesamt 12 Filme.

Gerade die kurze Form fordere das künstlerische Talent, so Grütters weiter. "Es braucht subtile Andeutungen, Metaphern, Symbole, ja eine eigene Bildersprache, um auf kleinstem Raum eine ganze Welt heraufzubeschwören." Der Kurzfilm gelte nicht umsonst "als eigenständige Kunstform für etablierte Könner".

Nachwuchs auf hohem Niveau

Mit Blick auf drei erste Plätze deutscher Nachwuchskünstler beim Studenten-Oscar in den USA würdigte Grütters auch die Hochschulen. "Dass Studentinnen und Studenten unserer Filmhochschulen auch international in der ersten Liga dieses Genres mitspielen, zeugt auch von der exzellenten Ausbildung in Deutschland.

Mehr Aufmerksamkeit auch durch neues Filmfördergesetz

Die großartigen Kurzfilme verdienten mehr Aufmerksamkeit, so Grütters weiter, zumal die Verwertungsmöglichkeiten leider begrenzt seien. "Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung den Kurzfilm im Rahmen der kulturellen Filmförderung unterstützt. Auch das neue Filmförderungsgesetz stärkt dieses Genre: Künftig sollen Kurzfilme mit einer Länge von unter einer Minute gefördert werden können."

Die Preisträger

für Spielfilme mit mehr als 7 bis 30 Minuten: "Und ich so: Äh“. Herstellung: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Regie: Steffen Heidenreich, Drehbuch: Jörn Zander

für Spielfilme bis 7 Min. Laufzeit „HOMEWORK". Herstellerin: Annika Pinske , Co-Produzentin: dffb Berlin; Regie: Annika Pinske.

in der Kategorie Dokumentarfilm für „Kaltes Tal“. Hersteller: Stephan Helmut Beier, Ray Peter Maletzki (Rosenpictures); Regie und Drehbuch: Johannes Krell, Florian Fischer.

in der Kategorie Animationsfilm für „Ein Aus Weg“. Produzentin: Caroline Kox (paradies); Regie: Simon Steinhorst, Hannah Stragholz; Drehbuch: Max Pross, Antonio De Luca.

in der Kategorie Experimentalfilm für „Ocean Hill Drive“. Herstellung: Kunsthochschule für Medien Köln; Regie und Drehbuch: Miriam Gossing, Lina Sieckmann.

Der Sonderpreis in Gold wurde an den Film „Agnosis“ verliehen. Herstellerin und Regie: Anita Müller.

17. November 2016