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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

29. Oktober 2015

Pressemitteilung:
383
Ausgabejahr:
2015

Großes Kino in kurzer Form - Kulturstaatsministerin Grütters vergibt den Deutschen Kurzfilmpreis 2015

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat am (heutigen) Donnerstagabend den bedeutendsten und höchstdotierten Preis für den Kurzfilm - den Deutschen Kurzfilmpreis - verliehen. Die festliche Gala in Ludwigsburg mit 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und der Filmbranche wurde in diesem Jahr in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg veranstaltet.

Monika Grütters betonte in ihrer Rede: „Der Kurzfilm fasziniert jedes Mal aufs Neue mit seiner Innovationskraft und der Experimentier-freude junger Künstlerinnen und Künstler. Er gilt längst nicht mehr nur als „Gesellenstück“ begabter Filmstudierender, sondern hat sich als eigenständige Darstellungsform mit hohem künstlerischem An-spruch und einer ganz eigenen, ausdrucksstarken Bildersprache etabliert. Uns mit knapper, präziser Erzählweise und anspruchsvoller Dramaturgie tief in menschliche und gesellschaftliche Abgründe blicken zu lassen - das ist ganz großes Kino. Von dieser cineastische Pionierarbeit profitiert die Filmkunst insgesamt.“

Staatsministerin Grütters weiter: „Der Glanz des Deutschen Kurz-filmpreises leuchtet jetzt sogar noch heller, denn er steht ab sofort auf der ‚Qualifying List‘ der Kurzfilm-Oscars. Was für eine großartige Chance für unsere deutschen Filmkünstlerinnen und Filmkünstler! Diese Strahlkraft müssen wir nutzen, damit es hervorragende Kurz-filme auf die großen Kinoleinwände schaffen und sie auch im Fern-sehen zu zuschauerfreundlichen Zeiten gezeigt werden. Die Bundes-regierung muss nicht mehr von der Qualität der Kurzfilme überzeugt werden. Es ist klar, dass die Filmförderung, zu der auch der Kurzfilmpreis gehört, ein dauerhaftes Instrument und eine starke Säule unserer Kulturförderung bleibt.“

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 275.000 Euro dotiert.

Den Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten erhielt der Film „On Air“, Hersteller und Regie: Robert Nacken, Köln.

Der Kurzfilmpreis in Gold für Dokumentarfilme ging an den Film „Das offenbare Geheimnis“, Hersteller und Regie: Eva Könnemann, Berlin.

Den Kurzfilmpreis in Gold für Animationsfilme gewann der Film „AlieNation”, Hersteller und Regie: Laura Lehmus, Berlin.

Der Kurzfilm „Freedom & Independence“, Hersteller und Regie: Bjørn Melhus, Berlin, wurde mit dem Kurzfilmpreis in Gold für den besten Experimentalfilm ausgezeichnet.

Für den Deutschen Kurzfilmpreis 2015 wurden zwölf Filme nominiert. Mit der Nominierung ist eine Prämie von je 15.000 Euro verbunden, für den Filmpreis in Gold erhält der Hersteller eine Prämie von 30.000 Euro. Die Nominierungsprämie wird auf den Filmpreis in Gold angerechnet. Die Prämie ist für die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder Films mit künstlerischem Rang oder für seine Projektvorbereitung verbunden.

Mit dem Sonderpreis für Filme mit einer Laufzeit von mehr als 30 bis 78 Minuten wurde der Spielfilm „Helikopter – Hausarrest“ ausgezeichnet, Hersteller: Filmakademie Baden-Württemberg, Regie: Constantin Hatz. Dieser Preis ist mit einer Prämie von 20.000 Euro verbunden.

Nominiert waren zusätzlich die Kurzfilme:

  • „Das satanische Dickicht - Zwei“
    (Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten),
    Hersteller: Willy Hans, Hamburg
    Regie und Drehbuch: Willy Hans
  • „Famulus“
    (Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten),
    Hersteller: Almuth Anders, Hamburg
    Regie und Drehbuch: Almuth Anders
  • „Nomaden“
    (Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten),
    Hersteller: Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“, Potsdam
    Regie und Drehbuch: Viktor Brim
  • „Spielt keine Rolle“
    (Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten),
    Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
    Regie und Drehbuch: Annika Pinske
  • „The house in the envelope“
    (Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten),
    Hersteller: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
    Regie: Sanela Salketic
  • „Hinter dem Wald“
    (Dokumentarfilm),
    Hersteller: Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann, Berlin
    Regie, Drehbuch: Francesca Bertin, Leonhard Kaufmann
  • „Roadtrip“
    (Animationsfilm),
    Hersteller: Kunsthochschule Berlin Weißensee
    Regie: Xaver Böhm
  • „Der beste Weg“
    (Experimentalfilm),
    Hersteller: Kunsthochschule für Medien Köln
    Regie, Drehbuch: Angelika Herta

Durch die Preisverleihung führt der Moderator Roman Knizka (Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler).

Informationen zum Deutschen Kurzfilmpreis 2015 finden Sie unter www.deutscher-kurzfilmpreis.de.

Auf der „Kinotournee Deutscher Kurzfilmpreis“ werden alle nominierten und ausgezeichneten Filme im kommenden Jahr deutschlandweit in kommunalen Kinos präsentiert (www.kurzfilmtournee.de).