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Deutscher Kurzfilmpreis 2014

Fünf Mal Gold für den Kurzfilm

Vom Spielfilm bis zum Animationsfilm: Kurzfilme gibt es in allen Gattungen. Die besten von ihnen hat Kulturstaatsministerin Grütters in Hamburg mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2014 ausgezeichnet.

Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2014, mit Kulturstaatsministerin Grütters Freude über den Kurzfilmpreis 2014 Foto: Dirk Masbaum

Kurzfilme gelten bei vielen Filmfans als höchste filmische Kunstforum und als die wahre Filmavantgarde. "Es begeistern immer wieder die außergewöhnlichen erzählerischen und gestalterischen Mittel, mit denen Kurzfilme aus dem Staub des Alltags die Goldkörner heraussieben oder uns in wenigen Minuten tief in menschliche, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Abgründe blicken lassen", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Hamburger Emporio Tower.

Trailer der ausgezeichneten Kurzfilme

Preise für die "wahre Filmavantgarde"

Dort verlieh die Kulturstaatsministerin heute den Deutschen Kurzfilmpreis 2014. Gleich fünf Filmteams konnten sich über die Auszeichnung freuen. Als Spielfilm in der Kategorie 7 bis 30 Minuten Laufzeit wurde "So schön wie Du" ausgezeichnet. Regie führte Franziska Pflaum, Hersteller ist die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Potsdam, mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. In der Kategorie Spielfilm bis sieben Minuten war kein Film nominiert.

Die goldene Lola für den besten Dokumentarfilm gewann "Nach Ausschwitz" von Jan Sobotka, Berlin. Über einen Preis konnten sich auch die TRIKK17 GmbH und Co. KG und die Hamburger Regisseurin Sandra Schießl freuen. Sie wurden für ihren Animationsfilm "Die Nacht des Elefanten" prämiert.

"Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen" in der Regie von Susann Maria Hempel, Greiz, war in der Kategorie Experimentalfilm erfolgreich. Gold gab es auch für ULLI von Marin Heckmann, Hamburg, der den Sonderpreis erhielt.

Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises 2014 im Video

Hamburg Media School und Studio Hamburg als Partner

Nominiert waren 12 Kurzfilme. Sie waren von den Jurys Deutscher Kurzfilmpreis aus 283 wettbewerbsfähigen Vorschlägen ausgewählt worden. Schon eine Nominierung für den Preis sei eine große Anerkennung, sagte Grütters bei der Preisverleihung.

Es spreche für die exzellente Ausbildung in Deutschland, dass gerade Absolventinnen und Absolventen unserer Filmhochschulen bei Filmfestivals in dieser filmischen Königsdisziplin immer wieder glänzend abschnitten, freute die Kulturstaatsministerin.

Die Preisverleihung findet jedes Jahr in Zusammenarbeit mit einer Filmhochschule statt. Diesmal war es die Hamburg Media School, die zusammen mit der Studio Hamburg GmbH als Partner fungierten. Der Workshop, den die Hochschule zur Preisverleihung veranstaltete, widmete sich einem besonderen Filmgenre: der Komödie.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die höchst dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm: Jede Nominierung wird bereits mit 15.000 Euro prämiert. Für den Kurzfilmpreis in Gold gibt es jeweils 30.000 Euro, wobei die Nominierungsprämie angerechnet wird. Der Sonderpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisgelder müssen für einen neuen Kurzfilm oder Film mit künstlerischem Rang oder seine Projektvorbereitung eingesetzt werden.

20. November 2014